Stadtspaziergang zur Ringsiedlung Siemensstadt (Großsiedlung Siemensstadt)

Libeskind-Skulptur "Wing" - ℗ Günter Freier

Unter der Leitung von Gianfranco und Günter am Samstag, dem 24. Oktober 2026, um 16 Uhr. Treffpunkt: »Libeskind-Skulptur „The Wing“ (…)« vor dem Siemens Verwaltungsgebäude Rohrdamm / Nonnendammallee.* (Mit der U7 nach Rohrdamm).

Wir freuen uns auf das Wiedersehen und bitten um Rückmeldung, Zu- oder Absage, an: guenter787@yahoo.de und info@carlolevi.de. 

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Günter Freier:

Liebe TeilnehmerInnen* des gestrigen Spaziergangs,

Nochmals einige wenige Hinweise zur Ringsiedlung Siemensstadt:

1. zur Skulptur The Wings von Daniel Libeskind: sie ist Symbol für Digitalisierung, Zukunft, Demokratie und Fortschritt und steht für den geplanten Siemens Forschungs- und Technologie Campus 2.0, der hinter dem Verwaltungszentrum entwickelt werden soll, auch mit der Wiederinbetriebnahme der Siemens S-Bahn.

2. Siemens weist eine eindrucksvolle Entwicklung von der Hinterhof Werkstatt in Kreuzberg zum 4. größten Technologiekonzern mit über 318 T.  Arbeitsplätzen auf. Dazu gehört aber auch, die Verstrickung in und mit dem Nazi Staat. Bis zu 100 T. ZwangsarbeiterInnen wurden ausgebeutet. Verurteilt wurde In den Nürnberger Prozessen Niemand der Siemens Vorstände.

Erst spät wurden Entschädigungszahlungen geleistet. Marion und Gianfranco werden darüber bei passender Gelegenheit noch berichten.

3. die Siedlung wurde für die Siemens Beschäftigten auf Brachland gebaut.

Finanziert durch ein Zusatzbauprogramm der Stadt Berlin. Gesamtbudget damals ca. 15 Mio Reichsmark (Hauszinssteuer). Gesamtleitung hatte der Stadtbaurat Martin Wagner mit dem Städtebaukonzept von Hans Scharoun sowie die Architekten des Rings Martin Gropius, Otto Bartning („Langer Jammer“), Hugo Häring, Fred Forbat und Paul Henning.

Durchschnittsgröße der Wohnungen ca. 54 qm, 2-2,5 Zimmer mit Fernheizung, Bad und Balkon. Neues Bauen eben.

4. Toll, dass Niko über sein dortiges Wohnen berichtet hat und Michael auf die Rolle der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaften hingewiesen hat. Schlimm, dass diese Wohnungen damals aus Finanznot verkauft wurden und die gemeinnützigen Gesellschaften damals nicht kostendeckend gewirtschaftet haben.

5. Ein sehenswerter Ort als Weltkulturerbe .

Ebenso herrlich der Abschluss im 100jährigen Stammhaus. Danke an alle Teilnehmenden!

Bis zum nächsten Stadtspaziergang (Wannsee Villa?).

Ciao Günter, 25.10.2026

* TeilnehmerInnen: Gianfranco Ceccanei, Gerda Dicke, Gabi Cüppers, Michael Jäcker, Ingrid Gölz, Ingrid Beirer, Nico Meyer, Marion Thiel-Blankenburg, Ingo Babender.

Abb. 3 Fred Forbat, 4 Hugo Häring, 5 Walter Gropius, 6 Otto Bartning „Langer Jammer“, 7 Hans Scharoun „Panzerkreuzer“ . Fotos: Ingrid Beirer

 

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